LEBENSVERANKERUNG IN FARBE UND STIL
Was sind Bodenanker
Was sind Bodenanker und wie arbeitet man damit im systemischen Coaching?
Bodenanker sind Hilfsmittel, die im systemischen Coaching, bei Familienaufstellungen, Organisationsaufstellungen und vielen weiteren Formen von Coaching und Therapie eingesetzt werden. Ein Bodenanker steht dabei symbolisch für ein Element innerhalb eines Systems. Das kann beispielsweise eine Person sein, aber auch ein Gefühl, ein Wunsch, ein Dilemma oder ein bestimmtes Thema.
Grundsätzlich kann nahezu jeder Gegenstand als Bodenanker dienen. Manche Coaches arbeiten mit Papierblättern, Karten oder anderen Objekten. Ich habe mich jedoch bewusst dafür entschieden, Bodenanker aus Filz zu entwickeln, da dieses Material angenehm, langlebig und vielseitig einsetzbar ist.
Durch die unterschiedlichen Farben, Formen und Größen entsteht zudem mehr Raum für intuitives Arbeiten und dafür, das sichtbar zu machen, was ein Mensch innerlich erlebt.
Mit dem Raum arbeiten statt nur darüber zu sprechen
Viele Menschen versuchen, Situationen vor allem mit dem Verstand zu begreifen. Wir analysieren, erklären und überlegen, warum etwas so ist, wie es ist. Tiefere Erkenntnisse entstehen jedoch häufig erst dann, wenn eine Situation buchstäblich sichtbar gemacht wird.
Mit Bodenankern wird eine Situation nicht nur besprochen, sondern räumlich dargestellt. Der Klient wählt die Bodenanker intuitiv aus und gibt jedem von ihnen einen Platz im Raum. Bereits die Art und Weise, wie dies geschieht, kann wertvolle Hinweise liefern.
Wie nah oder fern fühlt sich eine Person an?
Wo entsteht Spannung und wo Ruhe oder Weite?
Wer richtet den Blick auf wen?
Wohin scheint die Aufmerksamkeit zu gehen?
Gerade dadurch, dass eine Situation sichtbar wird, entstehen oft mehr Klarheit und ein tieferes Bewusstsein für die eigenen Muster.
Den Körper sprechen lassen
Das Besondere an der Arbeit mit Bodenankern ist, dass viele Klienten erleben, dass sich jeder Platz anders anfühlt.
Wenn jemand zunächst auf seinem eigenen Platz steht und anschließend beispielsweise den Platz eines Elternteils, Partners oder Kollegen einnimmt, entstehen häufig neue Erkenntnisse. Nicht, weil darüber nachgedacht wird, sondern weil der Körper auf die jeweilige Position innerhalb der Aufstellung reagiert.
Die Arbeit mit Bodenankern geht daher weniger darum, herauszufinden, was „richtig“ oder „falsch“ ist. Vielmehr geht es darum, zu erforschen, was ein Mensch in einer bestimmten Position wahrnimmt und erlebt.

Arbeiten mit Formen, Farben und Blickrichtung
Bodenanker sind in verschiedenen Formen, Farben und Größen erhältlich. Viele Coaches entscheiden intuitiv, welche Variante innerhalb einer Sitzung am besten passt.
Runde und quadratische Bodenanker können genutzt werden, um unterschiedliche Personen, Rollen oder Qualitäten voneinander zu unterscheiden. Darüber hinaus gibt es Bodenanker mit einer Blickrichtung. Sie machen sichtbar, wohin die Aufmerksamkeit oder Ausrichtung einer Person innerhalb eines Systems gerichtet ist.
Für die Verwendung von Formen oder Farben gibt es keine festen Regeln. Jeder Coach entwickelt im Laufe der Zeit seine eigene Arbeitsweise – passend zur Zielgruppe und zum eigenen Stil der Begleitung.
Einsatzmöglichkeiten von Bodenankern
Bodenanker werden unter anderem eingesetzt in:
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Systemischem Coaching
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Familienaufstellungen
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Organisationsaufstellungen
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Teamcoaching
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Therapie
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Körperorientierter Arbeit
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NLP
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Persönlichkeitsentwicklung
Sie helfen dabei, Muster, Beziehungen und innere Prozesse sichtbar und besprechbar zu machen. Gerade die Kombination aus Einfachheit, Symbolik und unmittelbarem Erleben macht Bodenanker für viele Coaches und Therapeuten zu einem wertvollen Werkzeug.
Selbst mit Bodenankern arbeiten?
Arbeitest du als Coach, Therapeut oder Trainer und möchtest Bodenanker in deinen Sitzungen einsetzen?
In meinem Onlineshop findest du verschiedene Sets hochwertiger Filz-Bodenanker, die aus der täglichen Praxis des systemischen Coachings heraus entwickelt wurden.
Mit Bewegung und Veränderung experimentieren
Während einer Sitzung kann mit Abstand, Position und Blickrichtung experimentiert werden.
Manchmal zeigt sich beispielsweise, dass ein Klient einen Elternteil sehr nah platziert hat, obwohl sich diese Nähe einengend anfühlt. Oder umgekehrt: Eine Person steht weit entfernt, obwohl eigentlich der Wunsch nach mehr Verbundenheit besteht.
Durch das behutsame Verschieben der Bodenanker kann erforscht werden, was sich verändert.
Wie fühlt es sich an, wenn etwas mehr Abstand entsteht?
Was passiert, wenn jemand näher rückt?
Fühlt sich eine andere Position stimmiger an?
Durch dieses unmittelbare Erleben kann sich innerlich etwas in Bewegung setzen – ganz ohne, dass der Coach vorgibt, was der Klient tun sollte.
Abbildung unten: Ein Beispiel dafür, wie Bodenanker genutzt werden können, um Dynamiken innerhalb eines Systems sichtbar und spürbar zu machen.
